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Spurensuche im „Stasi-Knast“ - Ein bedrückender Blick in die Vergangenheit

Der Jahrgang 12 besuchte am 31.8.2026 die Dokumentations- und Gedenkstätte (DuG) in der ehemaligen Untersuchungshaft der Staatssicherheit in Rostock.

Wo heute die Landeszentrale für politische Bildung in MV historische Aufklärung leistet, herrschten vor wenigen Jahrzehnten noch politische Willkür und psychischer Terror. Am Grünen Weg 5, mitten im Rostocker Stadtzentrum, erinnert ein unscheinbarer Backsteinbau an das dunkelste Kapitel der DDR-Geschichte in unserer Region. Zwischen 1960 und 1989 hielt das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hier rund 4.900 Frauen und Männer gefangen.

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Bei unserem Rundgang lernten wir, dass die Haftgründe meist rein politischer Natur waren. Da der Bezirk Rostock die einzige DDR-Region mit direktem Ostseezugang war, ging es besonders oft um versuchte „Republikflucht“ über das Meer. Wer sich nach Freiheit sehnte und bei der Fluchtplanung erwischt wurde, landete in den grauen, engen Zellen der Stasi.

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Besonders eindrücklich schilderten die Mitarbeiter der Gedenkstätte die Haftbedingungen:

  • Totale Isolation: Die Inhaftierten verbrachten meist vier bis sechs Monate in Einzelhaft, komplett abgeschnitten von ihren Familien.
  • Strenge Regeln: Tagsüber durfte man sich nicht auf die Pritsche legen.
  • Schlafterror: Nachts musste man starr auf dem Rücken liegen. Bei der kleinsten Bewegung knallte der Zellenriegel und man wurde geweckt.
  • Ungewissheit: Monatelange Verhöre sollten den Willen der Gefangenen brechen, um Geständnisse zu erzwingen.

 

Nach einer umfassenden Sanierung zeigt die Gedenkstätte heute sehr anschaulich den Weg der Häftlinge von der Ankunft bis zur Verurteilung. Uns allen ist während des Besuchs bewusst geworden, wie wertvoll und zerbrechlich unsere heutigen Grundrechte wie Meinungs- und Reisefreiheit sind.

Der Besuch hat uns tief bewegt und nachdenklich gemacht.

B.Brethack

 

Kontakt

Gymnasium Am Sonnenkamp
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Tel: 038422 25349
Fax: 038422 25467

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